Tischgespräch

Mittwoch, September 27, 2006

 

Weit haben wir es gebracht

Eingestellt von Lorenz Müller

Heute leben wir in einer Welt, die es weit gebracht hat, ein großer Teil der Menschheit ist mittlerweile so weit, dass er soviel Freizeit hat, dass er sich mit dem Tod beschäftigen kann. Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein so wichtiger Punkt, wenn wir quer durch alle Programme zappen würden, wir würden sicher mindestens 20 Kanäle sehen, wo diskutiert wird, wie dass Leben nach dem Tod aussehen könnte oder wie wir unsere Lebenszeit so verlängern können, dass wir mit 93 noch ohne Probleme auf Berge klettern können ohne danach Schmerzen zu haben.

Das ist alles schön und gut, trotzdem vergessen wir eines, unsere Welt ist so säkularsiert, dass der durchschnittliche Mensch Angst vorm Tod haben muss. Früher, also zu Zeiten als die Kirche noch stark vertreten war hatte der Großteil der Bevölkerung keine Angst vor dem Tod, da man sich auf ein Himmelreich freuen konnte. Dieses Netz, dass uns auffängt wenn wir von dem Seil des Lebens, auf dem wir balancieren, fallen, ist heute nicht mehr vorhanden. Schritt für Schritt wurden wir zwar vom Joch, dass uns die Kirche aufzwang, befreit, jedoch wurde vergessen sich um das seelische Heil der Leute zu kümmern.

Das heute wohl am meisten gefüchtetste Ereignis ist der Tod, es gibt genug Studien, die dies belegen und wir sollten auch einsehen, dass der Tod nicht bezwingbar ist. Wer hat sich denn noch nicht Gedanken gemacht, was danach passiert. Wird nichts sein, werden wir irgendwo weiterleben, werden wir wiedergeboren???? Was wird mit uns passieren. Da wir niemals Gewissheit haben werden, was geschieht, fürchten wir uns davor. Angst macht Depressionen, diese rufen im schlimmsten Falle Selbstmord hervor, wir flüchten also vor der größten Angst, indem wir in sie laufen. Eigentlich etwas sehr normales, man kann nur eine Angst bezwingen, wenn man ihr ins Auge sieht, normalerweise sollten wir aber über diese Angst hinauswachsen.

Wenn wir tot sind, können wir nicht hinauswachsen, und so ist diese Art der Bewältigung unnötig, d.h. wir können diese Angst nur bezwingen, indem wir uns etwas Vorlügen.

9:17 nachm.
Kommentare:
keine sorge, an dass gewöhnt man sich
 
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