Tischgespräch

Freitag, November 17, 2006

 

Domino Day

Eingestellt von Lorenz Müller




Holländer sind ein seltsames Völkchen. In dem Land von Rembrandt, Rudi Carell, Linda und John De Mol und nicht zu vergessen Big Brother wurde 1998 eine hochinteressante Fernsehshow entwickelt. Da Holländer meistens sehr komische Ideen haben (siehe Big Brother) wurde natürlich auch diese Sendung sehr komisch. So komisch, dass sie sogar jede japanische Fernsehshow in den Schatten stellt. Wer braucht schon Schleim, wenn man eine Quizfrage falsch beantwortet, wenn man Dominosteine hat.
Aber eigentlich wäre der Dominostein ein Engländer, immerhin sind diese dafür bekannt sich freiwillig in lange Schlangen zu stellen, und dies meistens sogar ohne Sinn. Wofür der Dominostein ansteht ist nicht bekannt, böse Zungen behaupten auf ein Sandwich von Subway, dass die hoffnungslos überforderte Kassiererin nicht zusammenbringt.
Da Holland sehr nahe an England ist, liegt es wohl nahe, dass wenn man guten Käse für sein Sandwich will, natürlich auch ins Land des Gouda fährt. Ein Zwischenstopp im Coffeeshop und sich mal schnell die Birne weggeraucht und der Trip hat sich ausgezahlt.
Dem gewöhnlichen englischen Dominostein gefällts, also warum sich nicht in einem Dorf, dessen Name niemand aussprechen kann, bleiben. 

Das haben sich wohl so um die 4 Millionen Dominosteine auch gedacht und nun stehen sie in dieser Halle und warten darauf, dass sie ein Pseudostar umstößt. Dann kommt die obligatorische Kettenreaktion, die aber keine Sau mehr interessiert. 
Also mich zumindest, aber es ist wie bei einem schrecklichen Unfall, wo man trotzdem gebannt
auf die Verletzten starrt. Diesmal hatte das ganze aber einen Sinn, da eine von den Aufbauerinnen mit mir ministrieren war und ich sie recht gut kenne. Eigentlich sehr gruselig, da man sagen kann, dass 2 Monate in dieser Halle kniet um dann das Werk, das geschaffen wurde in wenigen Minuten umfallen sieht, dass muss doch wehtun. 
Aber die Aufbauer sind eher geknickt wenn etwas stehenbleibt. Dies bringt natürlich Quote, da junge Leute, die scheitern sehr gerne gesehen werden (siehe RTL 2)
Da es heutzutage aber auch keine Sau mehr interessiert, da der Ottonormalbürger einen Versager bei sich zuhause hat, muss man die Show interessanter machen. So werden Challenges gemacht, die wahrscheinlich schwerste Depressionen verursachen und eigentlich nicht wirklich spannend sind.

Und da die ganze Sache nicht ernstgenommen wird, stellt man irgendwelche Sportkommentatoren ein, die alles so dramatisieren als würde da irgendwas wirklich wichtig sein. 

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11:27 nachm.
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